Nach dem Krieg führte die Familie des Vorbesitzers die Mühle weiter. Als alle 54 Mühlen im Kreis Borna in einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft zusammengefasst werden sollten, übersiedelte die Familie in den Westen. Die Enteignung erfolgte im Jahr 1972. Zwischen 1972 und 1989 wurde die Getreidemühle stillgelegt und die gesamte technische Anlage demontiert. In diesem Zeitraum wurde auch der markante, seinerzeit nur aufgesetzte Traufgiebel des Südflügels der Eisenmühle im Rahmen einer Dachreparatur entfernt.
Nach der friedlichen Revolution kehrte die Familie des Vorbesitzers zurück zur Eisenmühle. Das einst wirtschaftliche Reibeverfahren war jedoch nicht mehr konkurrenzfähig, so dass 1996 die Eisenpulverproduktion endgültig stillgelegt und die Produktionsanlagen bis auf wenige Überreste verschrottet wurden. In den Folgejahren stand die Mühle leer, bis das Ehepaar Mucheyer das Anwesen schließlich 2007 erwarb und mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten begann. Im Sommer 2015, genau im 100. Jahr ihres Bestehens, wird die Eisenmühle offiziell als Event Location, Museum und Landpension eröffnet. Eine in einem ökologisch-ökonomischen Gleichgewicht betriebene historische Wasserkraftanlage, die gemeinsam mit Photovoltaik „grünen Strom“ erzeugt, und diverse Projekte rund um Naturschutz, E-Mobilität und Nachhaltigkeit runden das Angebot ab.
Einen Rückblick auf die bewegten Jahre seit unserer Ankunft auf der Eisenmühle 2007 bis hin zur Eröffnung im Sommer 2015 sowie aktuelle Ereignisse finden Sie unter dem Menüpunkt „Aktuelles & Rückblick“.